Pressemitteilung 30.04.2017

08.07.2015 Stellungnahme von Michael Beltz zum Eritrea-Festival

Bezugnehmend auf die Berichte über das Eritrea-Festival in beiden Gießener Tageszeitungen, erklärt der Stadtverordnete Michael Beltz:

Als geladener Gast des Eritrea-Festivals in Gießen hatte ich wieder die Möglichkeit zur Teilnahme an einem großartigen kulturellen Fest, zu dem etwa 2500 Menschen aus Deutschland, aber auch aus anderen europäischen Ländern sowie der USA angereist waren. Umso erstaunter war ich, dass nicht dieses Ereignis mit seiner Vielzahl programmatischer Höhepunkte – darunter der Tanzauftritt von Kindern Gießener Schulen - in der Presse gebührend Erwähnung fand, sondern die kleine „Gegendemonstration“ mit gerade 120 genannten Teilnehmern gegen „Menschenrechtsverletzungen in Eritrea“. Die gut 1000 Demonstranten, die während des Festivals gegen genau diese Verleumdungen auf die Straße gingen, seien totgeschwiegen worden. Ohne das Land, das ich selbst besucht habe, zu verklären, sei feststellen, dass Eritrea mit  kostenlosem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit der niedrigsten AIDS-Rate des Kontinents und vielen weiteren Errungenschaften im Vergleich mit anderen afrikanischen Staaten vorbildlich ist und Unterstützung verdient. Dass die Grenzen Eritreas vom Nachbarland Äthiopien – mit Unterstützung der USA – trotz bestehender internationaler Verträge nicht anerkannt werden und das Land einer permanenten Kriegsdrohung ausgesetzt ist, sei bedauerlich. Dies mache auch den sehr langen Militärdienst erforderlich, aufgrund dessen junge Menschen das Land verlassen. Wie Michael Beltz dort auch erfuhr, soll der Wehrdienst in nächster Zeit auf 18 Monate begrenzt werden, was sicher die Situation entspannen dürfte. Als ein Grund für die Verleumdungen und Lügen, die über das Land verbreitet werden, kann die Tatsache vermutet werden, dass Eritrea seine Entwicklung selbst bestimmen will und weitgehend ohne ausländisches Kapital seine Bodenschätze nutzt.

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