Pressemitteilung 18.12.2017

06.12.2017 Gießener Kapitalismus: Outlet-Center in Pohlheim-Garbenteich

In der letzten Mitgliederversammlung diskutierte die Gießener DKP über das geplante Outlet-Center in Pohlheim-Garbenteich. Dabei waren sich die Mitglieder einig, dass das Vorhaben aus folgenden Gründen abgelehnt wird: Zum einen wurden die negativen Auswirkungen für die Natur genannt. Die Versiegelung von Flächen und die erhebliche Zunahme des Verkehrs führen zu mehr Lärm, steigender Luftverschmutzung und sinkender Lebensqualität. Andererseits wäre der Gießener Einzelhandel direkt betroffen. In Garbenteich würden zwar Arbeitsplätze entstehen, aber in Gießen könnten auch einige wegfallen.

Michael Beltz, Mitglied des Kreisvorstands der DKP, stellte dazu fest, dass es sich hier um „normalen Verdrängungskapitalismus“ handelt, wie er seit Jahrzehnten auch in Gießen stattfindet. Nachdem durch die Ausweitung von Karstadt seit den 60er Jahren viele Fachgeschäfte aufgeben mussten, sind es heute fast nur noch Kettenläden, die vor dem Outlet-Center geschützt werden sollen. Erinnert wurde auch daran, dass die Stadt gegen den Willen des Einzelhandels am Oswaldsgarten die Mall errichtete und damit die Schließung der Galeria Kaufhof mit verursacht hat.

Konkurrenz ist ein Wesensmerkmal dieser Gesellschaftsordnung. Mögliche Verluste der Unternehmen soll der Staat bzw. die Stadt ausgleichen. So ist nicht auszuschließen, dass mit der Erhöhung von Parkgebühren, Verkehrstarifen, Stromkosten, Mieten und anderen Steuern die bereits angedachten Vergünstigungen für die Gießener Einzelhändler bezahlt werden. Entgangene Profite wären wie üblich von den Kunden zu tragen. Das lehnt die DKP Gießen konsequent ab.

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