Pressemitteilung 26.09.2018

02.09.2018 Profitorientierung in Kliniken beenden

Die Mitgliederversammlung der DKP Gießen befasste sich u.a. mit den aktuellen Verhandlungen über die Personalbemessung in Krankenhäusern, was direkte Auswirkungen auf das Uniklinikum Gießen-Marburg haben würde. Gernot Linhart, Mitglied des Kreisvorstandes, erklärte, dass die Verhandlungen ergebnislos abgebrochen wurden. Die Krankenkassen wollten die 25% der Häuser mit dem geringsten Personalbestand als Bemessungsgrundlage festlegen, dann hätten 75% Spielraum für weitere Kürzungen gehabt. Die Betreiber wollten sogar nur die 10% mit dem niedrigsten Bestand nehmen – dann hätten 90% von Einsparungen profitieren können.

Die Belegschaften der Krankenhäuser lassen sich das nicht mehr gefallen. Nachdem sie jahrelang eine immer größere Arbeitsbelastung ertragen mussten, ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzten und die Freude an der Arbeit verloren, sind sie in vielen Kliniken jetzt in Kampfstimmung. Bei den Patienten und in der Bevölkerung finden die Kämpfe des Personals große Unterstützung.

Auch die DKP Gießen steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten. Langfristig müsste erreicht werden, dass alle Krankenhäuser wieder in die Verantwortung der öffentlichen Hand übergehen und die Länder entsprechend dem Krankenhausgesetz wieder die vollen Kosten für Investitionen übernehmen. Die Profitorientierung in Kliniken muss beendet werden.

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