Pressemitteilung 27.07.2017

22.08.2008 Solidarität mit Callcenter-Beschäftigten

Die Mitglieder der DKP erklärten sich auf ihrer gestrigen Sitzung solidarisch mit den Beschäftigten der Telekom, deren Arbeitsplätze durch die Schließung des Gießener Callcenters gefährdet sind. Michael Beltz, Mitglied des DKP-Kreisvorstands, erklärte, das "Angebot" einer Weiterbeschäftigung in Eschborn sei für die meisten nicht annehmbar und bewußtes Kalkül der Telekom zum Stellenabbau. Diesem Beschluß der Telekom seien bundesweit 8000 Beschäftige in Callcentern zum Opfer gefallen; weitere 6000 müßten durch Ausgliederung in Tochtergesellschaften Einkommenseinbußen und längere Arbeitszeiten hinnehmen. Die Telekom erweise sich erneut als profitorientierter Logistikkonzern, der streng nach wirtschaftlichen Kriterien geführt werde, und nicht als öffentliches Dienstleistungsunternehmen, das die Kommunikation der Menschen zu günstigen Tarifen gewährleistet. Erneut erweise es sich als Fehler, daß die Post zerschlagen und privatisiert worden ist. Dies sei damals unter Umgehung des Grundgesetzes im Bundestag mit Zweidrittelmehrheit durchgesetzt worden. Es sei nicht überzeugend, wenn jetzt Politiker von CDU und SPD, also der gleichen Parteien, die die Privatisierung unter Kenntnis der Folgen beschlossen hätten, sich den Beschäftigten gegenüber betroffen oder gar mitfühlend äußern.

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