Pressemitteilung 28.06.2017

20.06.2006 Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und Rotes Kreuz

Die DKP Gießen hat in einem Offenen Brief die Geschäftsstellen von Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und Rotes Kreuz in Gießen aufgefordert zur Forderung ihrer jeweiligen Bundesvorsitzenden nach Kürzung der Arbeitslosengeldes II Stellung zu beziehen. Gemeinsam hatten diese - zusammen mit den Vorsitzenden der kommunalen Spitzenverbände - kürzlich in einem persönlich unterzeichneten Schreiben an die Fraktionen im Bundestag festgestellt, "daß... eine Senkung passiver Leistungen notwendig ist". Michael Beltz, Mitglied des DKP-Kreisvorstands, erklärte dazu: wir halten die darin enthaltene Aufforderung zur weiteren Kürzung des Alg II für unsozial um nicht zusagen inhuman und einer Organisation, die sich dem Wohl der Menschen verpflichtet fühlt, unwürdig. Er verwies auf den Paritätischen Wohlfahrtsverband, der dieses Schreiben bereits entschieden kritisiert habe, während sich die genannten Verbänden auf örtlicher Ebene bisher nicht geäußert hätten. Insbesondere von Seiten der Diakonie, die die Gießener "Tafel" organisiere, sei eine Distanzierung zu erwarten. Sonst müsse man sich fragen, ob die Armen noch Ärmer gemacht werden sollen, damit die "Tafel" besser floriere; oder ob die Existenz der Tafel die verlangten Kürzungen rechtfertigen solle, weil Hartz-IV-Empfänger dort Essen abholen können.

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