Pressemitteilung 18.12.2017

16.06.2011 Schließung Galeria Kaufhof war absehbar

Die DKP Gießen bedauert die angekündigte Schließung der Galeria Kaufhof, nicht nur wegen der dadurch drohenden Gebäude-Brache sondern besonders wegen dem Verlust von knapp 70 Arbeitsplätzen. Michael Beltz, Mitglied des DKP-Kreisvorstands, erklärte, das Aus von Kaufhof sei spätestens mit dem Bau der Galeria Neustädter Tor absehbar gewesen, der gegen den Willen vieler Gießener und des Einzelhandels durchgesetzt wurde. Die chaotische Gießener Ansiedlungspolitik im Handel, genannt seien nur die Dern-Passage, das Liebig-Center u.a.m., die sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen sondern an den Interessen von Kaufhauskonzernen und Handelsketten orientiere, sei für die jetzige Schließung mitverantwortlich. Wesentliche weitere Gründe seien die Ausweitung der Laden-Öffnungszeiten an Abenden, Samstagen und sogar Sonntagen; sie verursache zusätzliche Kosten, die nicht durch Umsätze ausgeglichen werden können. Des weiteren verwies Michael Beltz auf die seit vielen Jahren sinkenden Reallöhne. Wenn die Menschen immer weniger Geld zur Verfügung haben, wirke sich das negativ auf den gesamten Einzelhandel aus. Ferner erinnerte er daran, daß bereits seit Jahrzehnten ein schleichender Arbeitsplatzabbau vonstatten gehe. Als Horten vor 35 Jahren eröffnete, hätten dort - bei gleicher Verkaufsfläche wie heute - 400 Beschäftigte gearbeitet. Die Schließung von Kaufhof sei die konsequente Folge des ruinösen Wettbewerbs, der sich verschärfe durch längere Öffnungszeiten und sinkende Kaufkraft. Es bleibe die Hoffnung, daß nun von dem geplanten Einzelhandel auf dem Bänninger-Gelände Abstand genommen werde.

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