Pressemitteilung 27.07.2017

11.06.2013 Solidarität mit den Beschäftigten im Einzelhandel

Die DKP Gießen ist solidarisch mit den Beschäftigten im Einzelhandel. Michael Beltz, Kreisvorstand Gießen, erklärte, dass die Unternehmer offenbar zum Generalangriff blasen. Mit der bundesweiten Kündigung des Manteltarifs wollen sie erkämpfte Standards aufheben; neben anderen Verschlechterungen sollen die Zuschläge für Spätöffnung und Nachtarbeit gestrichen und den Verkäuferinnen damit bis zu 300 Euro monatlich genommen werden.

Dagegen wehren sich die Beschäftigten mit vollem Recht. Die Arbeitsbedingungen wurden in den letzten Jahren durch Ausdehnung der Öffnungszeiten bis zur Sonntagsarbeit ständig verschlechtert; jetzt wird versucht, den finanziellen Ausgleich hierfür zu kappen. Er erinnerte daran, dass die DKP schon Ende der 80er Jahre gegen die Aushöhlung des Ladenschlussgesetzes eintrat, die mit dem „langer Donnerstag“ begann. Dies ist nämlich ein „Arbeitnehmerschutzgesetz“ gewesen, das den Beschäftigten ihren Feierabend und freie Sonntage sicherte, und nicht etwa eine Regelung des Wettbewerbs. Die DKP hat bereits damals festgestellt, dass verlängerte Öffnungszeiten keine einzige Mark mehr an Kaufkraft bringen, wohl aber für die Einzelhändler, insbesondere für die kleineren Geschäfte, die Betriebs- und Personalkosten steigen.

Für diese Fehlentscheidungen sollen jetzt die Beschäftigten bluten. Sie verdienen unsere volle Solidarität!

Die Kolleginnen und Kollegen sind mit ihrer Gewerkschaft verdi kampfbereit. Sie wollen sich auf keine Verschlechterungen einlassen und fordern vielmehr eine nachhaltige Verbesserung der Einkommen: 1 Euro je mehr Stunde und für die Auszubildenden 0,50 Euro je Stunde mehr. Hierfür wünscht die DKP ihnen die nötige Kraft und Ausdauer sowie die Solidarität der Kunden.

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