Pressemitteilung 20.09.2017

17.07.2013 Delegation der DKP Gießen zu Gast auf dem Eritrea Festival 2013

Sehr zufrieden zeigte sich die Delegation der DKP, bestehend aus Sabine Albrecht, Erika und Michael Beltz, mit ihrem Besuch beim Eritrea-Festival in den Hessenhallen.

Nach dem Empfang beim eritreischen Botschafter Petros Tseggai, an dem auch Gäste aus Österreich und der Schweiz teilnahmen, und einer landestypischen Mahlzeit, gab es ausreichend Raum zur Teilnahme an verschiedenen Diskussionsrunden, an denen die Teilnehmer sich informieren und alle Fragen stellen konnten.

Ein Schwerpunkt war die Rolle der NGOs, die in Eritrea den Aufbau des Landes begleiten wie z.B. Medcare. Dabei wurde Wert auf die Feststellung gelegt, dass eine Bevormundung abgelehnt, wohl aber gerne jede Unterstützung angenommen werde, die langfristig das notwendige Know-how vermittelt: Es komme nicht darauf an, einen Fisch zu schenken, sondern das Angeln zu lehren.

Auch kritische Fragen nach den Gründen für die Flucht aus Eritrea, den Verhältnissen im Land sowie der Berichterstattung in den hiesigen Medien kamen zur Sprache. So konnte auf die Frage nach der Armut im Land darauf hingewiesen werden, dass Eritrea ein armes Land ist, in dem es im Gegensatz zu seinen Nachbarländern keinen Hunger gibt,wie es in den Medien behauptet wird.

Von der Demonstration des Stadtverordneten Grothe (Grüne), die am Rande des Festivals mit knapp 40 Teilnehmern genau solche und andere Behauptungen – wie die angebliche und längst widerlegte Eintreibung einer „Zwangssteuer“ - wiederholte, bekamen die rund 2000 Menschen in den Hessenhallen, die zusammengekommen waren, um zu feiern, sich auszutauschen und ihre Kultur – Musik, Sprache, Sport, Essen und Trinken - zu leben, nichts mit.

Bleibt zu hoffen, dass die Unterschriftensammlung, die in den nächsten Tagen übergeben werden soll, diesmal Erfolg zeigen wird: Sie richtet sich gegen den auf Initiative von Herrn Grothe gefassten Beschluss des Stadtparlaments gegen dieses Festival und fordert dessen Revidierung.

Für eine Stadt wie Gießen, die sich weltoffen und anderen Kulturen gegenüber aufgeschlossen zeigen will, ist dieses Festival, eine Bereicherung.

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