Termin 23.07.2018

18.05.2018 Die humanitäre Krise in Nordsyrien

Freitag, 18. Mai 2018, 19.00 Uhr, Netanya-Saal (im Alten Schloss), Brandplatz 2, 35390 Gießen

Das Thema:
Die Türkei hat am 20. Januar dieses Jahres einen Angriff auf den selbstverwalteten Kanton Afrin in der Demokratischen Föderation Nordsyrien gestartet. Inzwischen ist das Gebiet besetzt, zahlreiche Repressionen und Menschenrechtsverletzungen werden bekannt, die ehemaligen Bewohner werden vertrieben. Es droht eine neue humanitäre Krise in Syrien. Experten sind sich einig, dass das Verhalten der Türkei eindeutig gegen das Völkerrecht verstößt. Reaktionen der Politiker bleiben aus, sind nicht ausreichend oder kommen zu spät. In Deutschland sehen sich prokurdische Aktivisten und Solidaritätsgruppen zunehmenden Repressionen ausgesetzt.

Der Referent:
Dr. Michael Wilk ist Notarzt und Psychotherapeut. Er tritt als anarchistischer Aktivist und Autor auf und leistet regelmäßig praktische Hilfe, so z.B. seit 2014 etliche Male in der Demokratischen Föderation Nordsyrien (zuletzt März 2018). Dabei arbeitet er mit dem „Kurdischen Roten Halbmond“ zusammen. In seinem Vortrag wird er über die Lage der Geflohenen, das Gesundheitssystem und das dortige Selbstverwaltungsmodell berichten.

Das Bündnis:
Das Gießener Bündnis für Frieden in Afrin hat sich im Januar 2018 in Reaktion auf die „Operation“ der Türkei gegründet. Verschiedene betroffene Volksgruppen, politische Parteien und Gruppen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Einzelpersonen versuchen mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen auf die Lage in Afrin aufmerksam zu machen.

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